Distributionspolitik

Die Distributionspolitik (auch Vertriebspolitik genannt) bildet die vierte klassische Säule des Marketing-Mix. Kernaufgabe der Distributionspolitik im Marketingbereich ist die Bereitstellung der Produkte/Dienstleistungen im richtigen Zustand, zur rechten Zeit, in der richtigen Menge und Beschaffenheit.[1]

Formen der Distribution

Bei der akquisitorischen Distribution beschäftigen sich Unternehmen mit der Wahl der Absatzwege.[2] Hierbei bieten sich der direkte und der indirekte Absatzweg an. Entscheiden die Unternehmen sich für den direkten Absatzweg, so werden Produkte und Dienstleistungen ohne Zwischenkanäle an den Kunden gebracht. Die Organisation findet ohne den klassischen indirekten Weg statt. Die Unternehmen verkaufen ihre Produkte beispielsweise nicht an einen Händler, der diese wiederum an den Kunden mit einem Verkaufsaufschlag weitergibt. Verkaufsorgane können hierbei Verkaufsniederlassungen, eigenes Verkaufspersonal, Key Account Manager oder Vertriebsleiter sein.

Der indirekte Absatzweg setzt im Gegensatz zum direkten Absatzweg gezielt unternehmensfremde Absatzorgane ein.[3] Diese unternehmensfremden Institutionen erwerben in der Regel die Produkte für eine kurze Zeit, stellen sie in ihren Regalen auf und veräußern sie schnellstmöglich an die Endverbraucher. Die Arten des indirekten Absatzweges sind der Einstufenkanal (vom Produzenten, zum Händler, an den Endverbraucher), Zweistufenkanal (vom Großhandel, zum Einzelhandel und anschließend an den Endverbraucher) und Mehrstufenkanal (vom Spezialgroßhändler, zum Großhändler, zum Einzelhandel, an den Endverbraucher).[4] Die Wahl des Absatzweges hängt von Produkt, Kunden, Unternehmen und der Konkurrenz ab.

Marketing-Logistik als Teil der Distributionspolitik

Neben dem akquisitorischen Absatzweg gibt es noch die Marketing-Logistik. Unternehmen haben hier die Aufgabe, den Verteilungsprozess der Waren im Unternehmen zu organisieren.[5] Die vier Teilbereiche der Marketing-Logistik sind

  • der Auftragsabwicklungsprozess (alle auftragsbezogenen Daten werden hier erfasst und verwaltet),
  • das Lagerhaltungssystem (Lieferservice kann hierdurch effizienter gestaltet werden),
  • das Transportsystem (Transport der Produkte an die entsprechenden Standorte) und
  • das Verpackungssystem (Schutz des Produktes, Sicherstellung der Lagerfähigkeit und Informationsbereitstellung).[6]

Quellen zur Distributionspolitik

[1] Vgl. DIM Deutsches Institut für Marketing GmbH (o.J.): https://www.marketinginstitut.biz/

[2] Ruina, P. u.a. (2015): Marketing: Prozess- und Praxisorientierte Grundlagen. 4. Auflage Berlin/Boston: Walter de Gryter GmbH.

[3] Ruina, P. u.a. (2015): Marketing: Prozess- und Praxisorientierte Grundlagen. 4. Auflage Berlin/Boston: Walter de Gryter GmbH.

[4] Vgl. Studyflix GmbH (o.J.): https://studyflix.de/.

[5] Ruina, P. u.a. (2015): Marketing: Prozess- und Praxisorientierte Grundlagen. 4. Auflage Berlin/Boston: Walter de Gryter GmbH.

[6] Ruina, P. u.a. (2015): Marketing: Prozess- und Praxisorientierte Grundlagen. 4. Auflage Berlin/Boston: Walter de Gryter GmbH.

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